Meine Ziele für eine vermarktete Stadt

Kommunikative Kommune

Eigenständige Standortkampagne

Tourismus-Agenda 2030, Staatsbad,

Stadtentwicklungsbericht

Kommunikative Kommune

Um Menschen und Unternehmen auf Bad Brückenau aufmerksam zu machen, ist es mein Ziel, die Stadt nach außen darzustellen und zu vermarkten. Dazu gehören Maßnahmen, die den Bekanntheitsgrad der Stadt im Allgemeinen erhöhen, aber auch solche, die die Kommunikation zwischen Kommune und Außenstehenden um neue Möglichkeiten erweitern. Beginnen möchte ich mit der Stadtverwaltung selbst, der eine wichtige Rolle als Kommunikator zukommt.

Bereits heute bespielt die Stadtverwaltung eine Vielzahl von Kommunikationsmitteln, von Telefon über Email bis zur klassischen Briefpost. Ein Großteil der Kommunikation und des Informationsbezugs hat sich jedoch in den virtuellen Raum verlagert und findet dort in Echtzeit, rund um die Uhr und an jedem Ort der Welt statt. Daher ist es wichtig, dass auch die Verwaltung die Möglichkeiten der Online-Kommunikation bestmöglich nutzt.

Dabei geht es nicht nur darum, dass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, über populäre soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook und WhatsApp mit der Stadtverwaltung in Kontakt treten zu können; Auch die Verwaltung selbst soll aktiv ihr Potenzial nutzen und sowohl über diese Kanäle als auch die stadteigene Homepage umfänglich und unabhängig eigene Inhalte wie Neuigkeiten, Hintergrundinformationen und Stellungnahmen schnell und flächendeckend verbreiten. Dazu gehört auch die Entwicklung neuer Formate wie zum Beispiel Video-Logs („Unterwegs mit dem Bürgermeister“, „Frag’ die Verwaltung“) oder die Veröffentlichung des öffentlichen Teils von Stadtratssitzungen in Audioform als Podcast. Gut aufbereitet schaffen derartige Formate einen informationellen Mehrwert, der kostenfrei und leicht abrufbar den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht.

So erweitern wir nicht nur das Dienstleistungsangebot des Rathauses im Sinne der Bürger, sondern sorgen zudem für ein frischeres und moderneres Image der Stadtverwaltung – ein Gewinn für beide Seiten!

Eigenständige Standortkampagne

Bundesweit werben zahlreiche Kommunen, Landkreise und Bundesländer um Familien und Fachkräfte, um Unternehmen und Investitionen. Auch der Landkreis Bad Kissingen hat eine eigene Standortkampagne gestartet, um auf sich und seine Vorteile aufmerksam zu machen.

Ich möchte noch einen Schritt weitergehen und sage: Um Menschen und Betriebe auf Bad Brückenau aufmerksam zu machen und letztlich von uns überzeugen zu können, bedarf es einer eigenen Standortkampagne – speziell für Bad Brückenau.

Ich stelle mir das so vor: Die Stadt entwickelt gemeinsam mit einer Werbeagentur eine offensive und auch provokative Kampagne. Es darf dabei ruhig frech und mit knalligen Farben zugehen, ausdrucksstarke Bilder sind ebenso gefragt wie attraktive Videoclips und pfiffige Werbeartikel. In gleichem Maße ist es wichtig, Bad Brückenau ein selbstbewusstes Image zu verpassen und es mit ansprechenden Attributen zu besetzen. Das können Attribute wie die in meiner Kampagne vorgestellten sein – lebenswert, umweltbewusst, aktiv usw. – aber auch weitere Bezeichnungen wie gesunde Stadt, Ort der Kultur und Tourismus.

Ist die Kampagne fertiggestellt, wird sie sowohl im Internet als auch auf traditionellen Plakatwerbetafeln, beispielsweise im Raum Fulda, ausgespielt.

Inhaltlich können wir guter Dinge sein – unseren starken Standortfaktoren sei Dank. Günstiger Wohnraum, umfassende ärztliche und schulische Versorgung, hervorragende kulturelle Angebote sowie die Natur direkt vor der Tür ergeben eine starke Mischung, die wir uns auf die Fahnen schreiben können. Und auch sollten – welche Kommune kann das schon von sich behaupten?

Ich bin davon überzeugt, dass eine Vermarktung der Stadt über den Tourismus hinaus, nämlich als Wohnstadt und Standort für Betriebe, ein Zugewinn ist. Ein Zugewinn, der zwar mit finanziellem Einsatz verbunden ist, der sich aber auch langfristig auszahlt, wenn sich neue Unternehmen und Menschen bei uns ansiedeln.

Tourismus-Agenda 2030, Staatsbad, Stadtentwicklungsbericht

Der Tourismus ist unbestritten eines der wichtigsten Standbeine unserer Stadt. Als Gesundheitsstadt genießt Bad Brückenau weit über die Region hinaus einen guten Ruf, die mit vielen gesundheitsfördernden Angeboten aufwarten kann. Doch auch die Tourismusbranche entwickelt sich weiter, setzt neue Trends und verfügt über neue technische Möglichkeiten. Die Frage, die ich mir stelle, lautet: wie soll unser Tourismus im Jahr 2030 aussehen?

Ich halte daher die Konzeption einer Tourismus-Agenda 2030 für geboten. Drei Faktoren sollen dabei gewinnbringend zusammengeführt werden: Erstens: die Vermarktung des einzigartigen Angebots Bad Brückenaus und der Rhön, das uns von Mitbewerbern und anderen Regionen abhebt. Zweitens: die Zielgruppen, die dieses Angebot nutzen sollen. Drittens: die bestmögliche Nutzung und Einsatz der vorhandenen technischen Möglichkeiten. Diese Faktoren gilt es gründlich zu analysieren und daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Dabei können wir auf unserem bestehenden Fundament aufbauen, etwa dem Georgi-Sprudel als einziger ambulanter Trinkkur in Bayern, der Vernetzung unserer Tourist Information innerörtlich (Tourismus Connection) und überörtlich (u. a. Rhön GmbH), sowie natürlich auf dem Staatsbad als Perle der Stadt.

Wenn ich mit Brückenauern in Sachen Stadtpolitik ins Gespräch komme, wird häufig die Forderung erhoben, man müsse mit dem „Staatsbad“ (genauer gesagt: der Staatlichen Kurverwaltung) wieder ein besseres Verhältnis pflegen. Ich kann nicht sagen, woher das gegenwärtige Verhältnis rührt, aber ich sehe durchaus, dass wir hier beiderseits noch Schritte aufeinander zugehen können. Die Kommunalwahl 2020 kann hier einen Neuanfang markieren – nicht nur durch personelle Veränderung, sondern auch durch gemeinsame neue Projekte, die nebenbei eine produktive Zusammenarbeit fördern. Ich kann mir beispielsweise vorstellen, dass Stadt und Staatsbad bei der Ausrichtung eines gemeinsamen Stadtfestes zusammenarbeiten oder das Fest in abwechselndem Rhythmus mal hier, mal dort stattfindet. Ein derartiger Vorschlag sollte aber natürlich im Voraus mit allen an den Stadtfestplanungen beteiligten Akteuren erörtert werden – denn unsere Vereine, Einzelhändler und Gastronomen möchte ich schließlich mit im Boot haben.

Ganz generell glaube ich aber, dass wir als Stadt der Staatlichen Kurverwaltung auch etwas bieten müssen: zum Beispiel eine Innenstadt mit Angeboten, die auch für Gäste der Häuser im Staatsbad attraktiv sind. Welche Vorstellungen die Kurverwaltung darüber hinaus in Bezug auf das gegenseitige Verhältnis hat, gilt es im Gespräch miteinander herauszufinden.

Schließlich möchte ich angesichts der vielen kleinen und großen Projekte noch eine Maßnahme einführen, die gleichzeitig Maßstab an mich selbst sein soll: der Stadtentwicklungsbericht. Dieser Bericht umfasst alle Projekte, die bereits laufen, jene, die in dieser Kampagne genannt wurden sowie weitere, die im Laufe der Amtszeit hinzukommen. Er gibt Auskunft über deren Status: Projektname, Fortschritt, Erfolg. Der Bericht ist jederzeit auf der Homepage der Stadt einsehbar und wird laufend aktualisiert. Bürgerinnen und Bürger sind damit schnell und kompakt im Bilde über den Fortschritt der Maßnahmen. Für Bürgermeister, Rat und Verwaltung dient er als Ansporn, kontinuierlich mit vollem Einsatz an der Umsetzung der Projekte zu arbeiten. Und ganz nebenbei verdeutlicht sich so auf wunderbare Weise: Diese Stadt ist in Bewegung!