Meine Ziele für eine lebenswerte Stadt

Neuentwicklung der Fußgängerzone

Neues Wohnen & Raummanagement

Mehrgenerationenhaus, Betreuungsangebot, Therme Sinnflut

Neuentwicklung der Fußgängerzone

Die Innenstadt ist das Sorgenkind unserer Stadt. Wie in vielen Städten lässt sich auch hier ein schleichender Niedergang beobachten: Gebäude stehen leer, Geschäfte werden aufgegeben, Fußgänger bleiben aus. Unser Wohnzimmer, wie der Marktplatz liebevoll genannt wird, bietet wenig Aufenthaltsqualität, wirft schummriges Licht, und ab und zu brausen Autos über die abgenutzten Pflastersteine.

Der Plan lautet also: die Fußgängerzone neu denken und neu entdecken! Neuer Boden mit Verkehrswegekonzept, neues Beleuchtungskonzept, Einbringung von Aufenthalts- und Spielmöbeln (beispielsweise Parklets) und Grünflächen sowie die stufenweise Verbannung des Automobilverkehrs – und das alles im Idealfall auf den Weg gebracht und ausführlich diskutiert im Rahmen einer Bürgerwerkstatt.

Des Weiteren brauchen wir in der Ludwigstraße Frequenzbringer, d.h. Einrichtungen mit hoher Anziehungskraft. Denkbar wäre die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses mit einem Angebot für alle Generationen – ähnlich, wie es in Fuchsstadt bereits existiert und das beispielsweise Gruppen- und Hobbyräume für Senioren, einen Jugendraum sowie die Neue Stadtbibliothek beherbergt.

Auch über einen sinnvollen Nutzungsmix der Gebäude aus Wohneinheiten, Gastronomie, öffentlichen und sozialen Einrichtungen sowie dem Einzelhandel müssen wir uns Gedanken machen. Wir werden die Zeit nicht zurückdrehen können; Aber wir können durchaus Angebote schaffen, die neugierig machen, die Innenstadt immer wieder zu besuchen – sei es, um dort einzukaufen, eine öffentliche Einrichtung zu besuchen oder um einfach nur zu verweilen, weil eine hohe Aufenthaltsqualität durch Möbel und Begrünung Touristen wie Einheimische dazu einlädt.

Die Innenstadt braucht dringend Impulse – packen wir es an.

Neues Wohnen & Raummanagement

Ob Wohngemeinschaft, Einfamilienhaus oder Mietwohnung – Wohnen kennt viele Formen. In den vergangenen Jahren haben sich neue Formen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft verankert. Neben dem finanziellen Spielraum spielt vor allem das Bedürfnis nach sozialem Kontakt und gemeinsamem Erleben eine wichtige Rolle.

Zwei aufregende Wohnkonzepte, die dies auf moderne Art und Weise vereinen und auch in unserer Stadt Zukunft haben, sind Tiny Housing und Mehrgenerationenwohnen.

Tiny Houses sind kleine Wohneinheiten, die wichtige Wohnbereiche wie Küche, Bad, Wohnen und Schlafen auf wenig Raum vereinen. Auf Flächen zu mehreren Häusern entstehen so einzigartige Wohnanlagen, die durch Grün- und Parkanlagen sowie ein Gemeinschaftshaus in der Mitte ergänzt werden können. Dabei ist diese Form des Wohnens nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Senioren interessant, die in diesen Gemeinschaften Aktivitäten nachgehen und soziale Kontakte pflegen können.

Auf einen ähnlichen Gedanken setzt Mehrgenerationenwohnen – hier leben Menschen unterschiedlicher Generationen unter einem Dach. Auch diese Form des Zusammenlebens wird geprägt vom Austausch untereinander und der Unternehmung gemeinsamer Aktivitäten in häuslichen Gemeinschaftsräumen.

Doch auch für Häuslebauer und Wohnungssuchende möchte ich entsprechende Kapazitäten schaffen, damit die Stadt wachsen kann – am besten in Kooperation mit unserer Baugenossenschaft. Dabei sollen auch jene Menschen berücksichtigt werden, die nicht viel Geld fürs Wohnen ausgeben wollen oder können.

Unbedingt notwendig ist zudem die Erstellung eines Leerstandskatasters, um Raummanagement zu betreiben. Wir können nicht darauf warten und hoffen, dass sich Leerstand, besonders im Innenstadtbereich, von selbst erledigt; die Stadt muss im Rahmen des Ziels Kommunikative Kommune, das ich gestern vorgestellt habe, diese Leerstände aktiv vermarkten, wie es in vielen Kommunen üblich ist.

Kurzum: Wohnen soll in unserer Stadt Zukunft haben, der Leerstand dagegen keine!

Mehrgenerationenhaus, Betreuungsangebot, Therme Sinnflut

Moderne Dienstleistungen, sozialer Treffpunkt und kulturelle Anlaufstelle in einem – geht das überhaupt? Ja – mit einem Mehrgenerationenhaus! In einem derartigen Gebäude stelle ich mir die Neue Stadtbibliothek, einen neuen Jugendraum mit bedarfsgerechter Fläche und Ausstattung sowie mehrere frei mietbare Räume vor. Mögliche Nutzer wären die örtlichen Vereine und Firmen, aber auch Gruppierungen von Jugendlichen oder aktiven Senioren. Obendrein ließe sich hier der bereits vorgestellte Coworking Space einrichten. Die Vorteile des Gebäudes liegen auf der Hand: wir schaffen ein neues Angebot, das für alle Bürgerinnen und Bürger gedacht ist und auch von allen genutzt werden kann. Daneben nutzen wir personelle Synergien, indem wir Bibliothek und Jugendarbeit zusammenbringen. Hier gibt es auch inhaltlich Überschneidungen: Vermittlung von Medienkompetenz, Lern-Angebote sowie Gaming (Virtual Reality und E-Sport), um nur einige zu nennen.

Prädestiniert wäre dieses Gebäude im Innenstadtbereich – denn richtig aufgezogen ist ein solches Haus ein Publikumsmagnet, der Leben in die Stadt bringt.

Als Kulturamtsleiter weiß ich um das große Potenzial dieses Gebäudes. Daher sage ich klar: Der Bau dieses Hauses wird ein Flaggschiffprojekt meiner Kandidatur sein.

Auf das Betreuungsangebot für kleinere Kinder werden wir ebenfalls ein Auge haben. Öffnungszeiten, personelle und materielle Ausstattung sowie das Platzangebot von Schulhort und Kindertagesstätte sollen dabei stets auf Höhe des Bedarfs sein, die Kommunikation zwischen Verwaltung und Eltern reibungslos funktionieren. So stellen wir sowohl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern sowie die Ausführung des Bildungsauftrags dieser Stellen sicher und halten unsere Einrichtungen weiterhin auf qualitativ hohem Niveau.

Nicht zuletzt wird uns auch die Zukunft der Therme Sinnflut in den kommenden Jahren beschäftigen. Sie ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer „Badestadt“ und muss unbedingt erhalten bleiben. Wie und in welcher Form, dazu stehen spannende Konzepte im Raum: Sanierung, Neubau, Neubau an anderer Stelle oder die Aufteilung in ein Spa und eine Schulschwimmhalle. Unterm Strich müssen Funktion und finanzieller Aufwand inklusive staatlicher Förderungen im Einklang stehen. Der hierfür aufzuwendende Betrag bestimmt maßgeblich über die finanziellen Spielräume unserer Stadt in den kommenden Jahren mit. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, und wir tun gut daran, eine Lösung nicht auf Biegen und Brechen zu erzwingen, sondern der Stadtverwaltung, dem neu gewählten Stadtrat und den Stadtwerken Zeit zu geben, sich gemeinsam Gedanken zu machen und alternative Möglichkeiten zu durchdenken und durchzurechnen. Nur so werden wir zu einer Lösung kommen, die dem genannten Anspruch am nächsten kommt.