Meine Ziele für eine digitale Stadt

Ausbau der Breitbandversorgung

Wirtschaftsförderung

& Coworking Space

Digitale Werbeträger,

moderne technische Ausstattung,

Online-Regionalmarkt

Ausbau der Breitbandversorgung

Neue Technologien führen seit jeher zu neuen Geschäftsmodellen für Unternehmen und neuen Entfaltungsmöglichkeiten für Bürger. Neben Energieversorgung, Verkehr und Bildung hat im 21. Jahrhundert eine weitere Ressource enorme Bedeutung erlangt: der schnelle Internetanschluss.

Wir dürfen in Bad Brückenau keinesfalls den technischen Fortschritt verpassen! Doch nur die Versorgung mit Glasfaserkabeln ermöglicht Datenübertragungsraten, wie sie heute und in Zukunft von Unternehmen und Privathaushalten benötigt werden. Bislang gibt es in manchen Ortsteilen keine Glasfaseranbindung, in anderen stoppt sie sprichwörtlich am Bordstein. Von da aus geht es weiter über veraltete Kupferkabel, die den Glasfasern im Hinblick auf die Datenübertragungsrate deutlich unterlegen sind. Es muss daher unser Ziel sein, die sogenannte Fibre-To-The-Building-(FTTB)-Architektur zu etablieren, die einen Glasfaseranschluss bis direkt an die Wohnung respektive den Betrieb ermöglicht und zukunftssicher hohe Geschwindigkeiten garantiert.

Nicht nur Privathaushalte und ortsansässige Unternehmen profitieren von schnellem Internet. In Zeiten der sogenannten Ökonomie 3.0, in der verstärkt Dienstleistungen und immaterielle Güter im Vordergrund stehen, genießt schnelles Internet als Standortfaktor für viele Investoren einen ähnlichen Stellenwert wie die Verkehrsanbindung oder das Arbeitskräftepotenzial in der Region.

Nebenbei sparen wir uns bares Geld, wenn wir zeitnah vollständig auf Glasfaser setzen, da so weitere Investitionen in Ausbau und Instandhaltung der veralteten Kupferkabel-Technik vermieden werden. Dabei möchte ich von den zunehmenden Fördermöglichkeiten für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur Gebrauch machen – seit September gibt es beispielsweise ein Förderprogramm für Glasfaseranschlüsse speziell für Rathäuser.

Die Ansiedlung neuer Betriebe und Unternehmen steht und fällt mit dem Breitbandanschluss – es ist an der Zeit, dieses Thema in Angriff zu nehmen!

Wirtschaftsförderung & Coworking Space

Wirtschaftsförderung ist zwar nur eine freiwillige Aufgabe von Kommunen, aber dennoch von entscheidender Wichtigkeit. Zwei Fragen sind hier essentiell: Wie schaffen wir es, Unternehmen, Einrichtungen oder auch Behörden für uns zu begeistern? Und wie gelingt es uns, unsere bereits bestehenden Betriebe bestmöglich zu unterstützen und an uns zu binden?

Zwar hängt Wirtschaftsförderung maßgeblich von der konjunkturellen Gesamtlage ab, aber mein Anspruch ist es, die Attraktivität Bad Brückenaus als Standort durch unterschiedliche Maßnahmen zu fördern.

Die für Unternehmen wichtigen Voraussetzungen stimmen schon heute. Bad Brückenau punktet mit mehreren Standortfaktoren, darunter die verkehrsgünstige Lage im Zentrum Deutschlands, moderate Kosten, unsere Schulen und (Vereins-)Kultur vor Ort sowie die ärztliche Versorgung. An anderen Faktoren wie der Breitbandversorgung arbeiten wir bereits.

Was uns aber fehlt, ist ein offensives Standortmarketing (dazu morgen mehr). Wir müssen mit unseren Standortfaktoren wahrnehmbar werden! Uns bekannt machen, uns anbieten, aufzeigen: Wir sind da und bereit – und für Unternehmen fast aller Branchen eine Überlegung wert.

Ich möchte weiterhin, dass die Stadtverwaltung ein unternehmensfreundliches Klima bietet, etwa mit schnellen Entscheidungswegen und Unterstützung bei Genehmigungsverfahren. Auch müssen wir auf die Zielplanungen der übergeordneten Behörden rechtzeitig Einfluss nehmen, damit wir im Hinblick auf zukünftige Flächennutzungen größtmögliche Handlungsfreiheit haben.

Organisatorisch sehe ich eine Chance darin, die Wirtschaftsförderung schwerpunktmäßig bei der Rhönallianz anzusiedeln. Ein bereits geplantes interkommunales Gewerbegebiet wäre ein passender Anfang für dieses Projekt.

In Zeiten der sogenannten Ökonomie 3.0 möchte ich auch gerade Dienstleister und Unternehmen der digitalen Wertschöpfungskette auf uns aufmerksam machen. Dazu bietet sich die Einrichtung eines Coworking Spaces an: loftähnliche Gebäude, in welchen sich kreative und nach Inspiration suchende Menschen treffen und an Projekten arbeiten. Hier gilt: klein anfangen, sinnvolle Möglichkeiten der Erweiterung erkennen, organisch wachsen. Die Unterbringung könnte ebenfalls im bereits erwähnten Mehrgenerationenhaus erfolgen (auch dazu bald mehr).

Die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung sind vielfältig – sorgen wir für gute Voraussetzungen und machen auf uns aufmerksam!

Digitale Werbeträger, moderne technische Ausstattung, Online-Regionalmarkt

Immer häufiger wird auf digitale Werbetafeln anstelle von traditioneller Plakatwerbung gesetzt. Da braucht man nicht an New York zu denken – auch bei uns sind digitale Werbeträger möglich und sinnvoll! Im Gegensatz zum Plakat können sie auf Knopfdruck Inhalte wechseln und sind mitunter interaktiv nutzbar. In die vor Kurzem im Stadtgebiet aufgestellten Informationsstelen ließen sich beispielsweise Touchscreens einsetzen, die das Aufrufen von und Navigieren durch Karten, Sehenswürdigkeiten und allgemeine Informationen ermöglichen. Und dort, wo heute noch riesige Plakattafeln stehen, könnten in Zukunft große LED-Screens stehen. Diese können nicht nur für stadteigene Inhalte werben, sondern zum Beispiel auch stunden- oder tageweise an Unternehmen und Vereine vermietet werden. Die Vermarktung und Systembetreuung werden dabei zentral und mit geringem Aufwand durch die Tourist Information bestritten, die die per Internet verbundenen Tafeln auf Knopfdruck aktualisieren oder anpassen kann.

Natürlich muss auch unsere eigene Verwaltung stets auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Das betrifft nicht nur die Bereitstellung einer modernen IT-Infrastruktur für die Stadtverwaltung, sondern auch die bedarfsgerechte Ausstattung der Bildungseinrichtungen, der Feuerwehren und des Bauhofs als „Hausmeister“ der Stadt. Dadurch erreichen wir zweierlei: Zum einen erfahren die Angestellten der Stadt eine Erleichterung in ihrem Arbeitsalltag und können im Idealfall Arbeiten schneller und effizienter bewältigen. Zum anderen spüren auch die Bürgerinnen und Bürger, dass sich die Stadt technisch am Puls der Zeit bewegt.

Vor kurzem habe ich in einer Unterhaltung von der Existenz eines Online-Marktes für Regionalprodukte erfahren: Händler bieten über eine Website ihre Produkte und Dienstleistungen an, die dort entweder für eine Vorort-Abholung reserviert oder mit einem Online-Bezahldienst direkt bezahlt werden können. Die Bandbreite reicht dabei von Lebensmitteln über Konsumartikel bis hin zu Dienstleistungen wie das Wechseln von Autoreifen. Einen solchen digitalen Marktplatz kann ich mir auch sehr gut für in und um Bad Brückenau vorstellen. Bei der Suche nach teilnehmenden Geschäften, geeigneten Lieferanten und einem Betreiber kann die Stadt helfen, gegebenenfalls auch mit entsprechender Förderung. So erhält der Brückenauer Einzelhandel und darüber hinaus eine weitere Möglichkeit sich zu präsentieren, die zudem von der Stadt auch sinnvoll vermarktet werden kann. Weitere Details wären natürlich noch zu klären – am Besten in enger Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft, die ich mir bei diesem Projekt gut als die treibende Kraft vorstellen kann.